Apokalypse Now

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Liebe Freunde und Familie, eigentlich gibt es einiges zu berichten, z.B. von unserem Urlaub letzte Woche, der heißen Phase des Wahlkampfs, oder unserem Abstecher nach San Luis Obispo und Santa Barbara vor ein paar Wochen. Aber vor allem bewegen uns derzeit die Waldbrände in Kalifornien.

Heute Morgen 9 Uhr: Es ist zappenduster. Über der Bay Area liegt ein Rauchteppich, der die Sonne verdunkelt und sie daran hindert, den Tag zu erhellen. In 8 Jahren Kalifornien haben wir so etwas noch nicht erlebt. Es ist fast wie während einer Sonnenfinsternis, beinahe wie an einem Wintertag in Deutschland, an dem es nicht hell werden will. Die Dunkelheit ist beklemmend. Die Tiere spielen verrückt, und auch wir kommen kaum in die Gänge. Nachmittags wird es etwas heller, aber der Tag bleibt dunkel. Schuld sind die zahlreichen Waldbrände, die Kalifornien seit Wochen heimsuchen. Menschliche Nachlässigkeit und ein trockenes Gewitter—eine Seltenheit in der Bay Area—haben sie verursacht.

Und auch die nächsten Tage soll es nicht besser werden. Starke Winde haben die Asche aufgewirbelt und sie in hohe Luftschichten transportiert. Jetzt bleibt nur warten, bis die Schwerkraft die Aschepartikel gen Boden zieht. Mit etwas Glück nehmen die Winde zu und bringen uns frische Meeresluft. Nach einigen Tagen Hitzewelle und Windstille währe das eine Erleichterung für uns alle hier. Wir waren letzte Woche in Oregon unterwegs und haben den Großteil des Dramas zu Hause verpasst. Aber während wir Rauch und Feuer größtenteils umfahren konnten, blieb uns am Montag nichts anderes übrig, als stundenlang durch die graue Suppe zu fahren—von Mt. Shasta bis nach Hause. Irgendwie hatte ich erwartet, dass uns wie üblich an der Küste blauer Himmel und frische Luft erwarten würden. Stattdessen liegt alles in einem dichten Nebel, die Golden Gate Bridge genauso wie Berkeley.

Das Alles ist natürlich ungemein frustrierend. Nicht nur, weil wir nach 6 Monaten Pandemie jetzt bei mieser Luft und Rauch zu Hause sitzen und das Haus kaum verlassen können, sondern auch weil unser geliebtes Kalifornien brennt. Glaubt mir, es tut in der Seele weh, zu sehen, wie dieser Bundesstaat unter der Trockenheit leidet. Wer nicht an den Klimawandel glaubt, sagte unser Gouverneur beim demokratischen Kongress, der solle nach Kalifornien kommen. Es sind die schwersten Brände aller Zeiten, die uns gerade heimsuchen. Dabei hat die Waldbrandzeit eigentlich noch gar nicht begonnen. Wer wird hier auf absehbare noch Zeit leben können? Auf unserer Heimfahrt haben wir abgebrannte Häuser bei Vacaville gesehen—und noch wesentlich mehr „for sale“ Schilder. Wir leiden mit, und sind deprimiert.

Unser altes Leben existiert schon seit Monaten nicht mehr. Wir können nicht verreisen, nicht zur Arbeit gehen und unsere Freunde nicht sehen. Jetzt kommen noch die Waldbrände dazu. Bleibt nur zu hoffen, dass 2020 damit sein vernichtendes Potential erschöpft hat. Uns zieht es in einer Woche erstmal nach Berlin—eigentlich, um Familienangelegenheiten zu erledigen, aber womöglich auch, um etwas Normalität zu erleben. Kalifornien, wir weinen um Dich. Berlin, wir freuen uns auch Dich!

Spanisch Fricco

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Liebe Oma,

heute habe ich Spanisch Fricco gekocht. Es ist natürlich lange nicht so gut geworden wie bei Dir—zu flüssig, aber dennoch lecker. Beim Essen habe ich daran gedacht, wie Du immer zu mir gesagt hast, „komm, iss noch, iss noch“. Also habe ich mir eine dicke Portion gegönnt, weil Du es so gewollt hättest. Und danach noch ein Eis.

Ich verspreche mich weiter an Spanisch Fricco zu versuchen. Vielleicht kriege ich ja irgendwann den Dreh raus. Im Herbst, wenn es wieder Kohl gibt, ist dann auch mal Krautshäubchen dran. Soviel erstmal für heute.

Alles Liebe, Dein D

Aus der Nachbarschaft

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Unser Block betreibt eine Google-Gruppe, damit wir einander auf dem neusten Stand halten können. Ab und an kommt es zu skurrilen Schriftwechseln. Einen davon möchte ich heute mit Euch teilen, liebe Leser:

Nachbar 1: “Hallo an Alle, unsere sehr schüchterne Katze Lisette ist verschwunden. Sie ist eine junge, schwarze Katze mit weißen Schnurrhaaren, Pfoten und Bauch. Fotos beigefügt, aber sie ist jetzt viel größer. Bitte meldet Euch, falls Ihr sie gesehen haben solltet.”

Nachbar 2: “Leider bin ich nicht sicher, ob sie noch am Leben ist. Ich meine, sie heute morgen am Straßenrand vor Hausnummer 1520 liegend gesehen zu haben. Sie schien sich nicht mehr zu bewegen. Alles Gute und viel Liebe.”

Nachbar 1: “Danke. Sie hat es nicht geschafft. Wir haben sie im Garten bestattet.“

Nachbar 3: “Wir hatten einen Hamster, der auch das Zeitliche gesegnet hat. Unsere Familie hat daraufhin beschlossen, dass uns Hamster nicht so recht liegen. Falls jemand also einen Haufen tolles Hamster-Zubehör gebrauchen kann, bitte melden!

Das Leben schreibt doch immer noch die besten Geschichten!

Highland Lakes

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Dieses Wochenende war bei uns nicht viel los. Daher schreibe ich lieber über letztes Wochenende. 4th of July—Independence Day—das ist einer der Feiertage in der USA. Die amerikanischen Flaggen werden ausgerollt, die Grills geputzt und jede Menge Fleisch gekauft. Die Amis feiern sich eben gerne selber, auch (oder gerade) wenn es mal nicht so läuft. Wir hatten Freitag frei, da der 4. Juli auf den Samstag fiel, und nutzten das lange Wochenende für einen Camping-Trip in die Berge.

Unser Ziel waren die Highland Lakes im Stanislaus National Forest. Los ging es bereits am Donnerstagabend nach der Arbeit. Wir hatten alles vorbereitet, aßen zu Abend, packten das Auto und fuhren los. In Murphys, einer schmucken Kleinstadt, verbrachten wir die Nacht und schliefen auf der Parkplatz einer Mormonenkirche. Dort war es ruhig, abgelegen und schon ziemlich warm. Am nächsten morgen besorgten wir uns einen Kaffee und frische Backwaren in Murphys und schlenderten die Main Street entlang. Murphys ist wirklich entzückend: Überall gibt es interessante, kleine Läden, Restaurants und Weinproben—alle mit Maskenpflicht. Wir waren früh genug unterwegs, um diese Kleinstadt noch beim Aufwachen zu erleben. Es war wenig los. Wir frühstückten im Park, putzten Zähne in den öffentlichen Toiletten und fuhren weiter in Richtung Berge.

Vorbei am Bear Valley und dem Lake Alpine führte uns der Highway 4 in Richtung Ebbets Pass, bis es auf eine Schotterpiste (das wird langsam zu unserem Markenzeichen) in Richtung Highland Lakes abging. Letztes Jahr versperrten uns Schneemassen den Weg. Dieses Jahr konnte man die Piste aber gut befahren. Nach einigen Meilen erreichten wir ein Hochplateau und blickten auf zwei traumhafte, große Bergseen—die Highland Lakes. Wir konnten unseren Augen kaum trauen. Die Seen waren tiefblau und hatten Kiesstrände. Ringsherum waren sie von Bergen eingerahmt, auf deren Kuppen noch Schnee lag. Das Wetter war bestens—Sonne pur. Wir waren darauf eingestellt wild zu campen, aber zu unserer Überraschung gab es im kleinen Campingplatz noch freie Plätze. Wir schnappten uns einen, rollten die Markise aus und genossen das Sommerwetter. Am Nachmittag machen wir noch eine kleine Wanderung, wobei uns die Höhe von über 2600 Metern zu schaffen machte. Wir schnauften ganz schön. Die Nacht war sternenklar und unruhig, vor allem wegen der Höhe.

Am nächsten morgen gönnten wir uns erst ein ordentliches Frühstück und wanderten dann in Richtung Pacific Crest Trail (PCT) los. Zuerst ging es auf dem Wolf Creek über traumhafte Auen, bevor wir den PCT erreichten und prompt mit Abenteurern ins Gespräch kamen, die von der Grenze zu Mexiko bis nach Canada auf dem PCT wandern. Vielleicht ist dieses Jahr mit all dem Irrsinn und der Corona-Pandemie gar nicht so schlecht für ein solches Projekt. Wir wanderten auf dem PCT hinauf bis zu einem Pass, von dem wir unsere Seen erblicken konnten und drehten dann um. Nach insgesamt 4:30h und knapp 10 Meilen (16km) waren wir dann zurück an unserem Campingplatz. Dort gönnten wir uns jeweils ein Bier, machten Fischburger und stießen auf den Independence Day an.

Am Sonntag verließen wir etwas schweren Herzens unsere Traumwelt in den Bergen, aber nicht ohne vorher noch in einer der beiden Seen zu hüpfen. Ja, es war eiskalt, aber gerade deswegen umso erfrischender. Eigentlich wollten wir auf dem Heimweg noch eine Runde Mountainbiken gehen, aber es war dermaßen heiß und voll, dass wir stattdessen noch einmal in Murphys hielten, uns ein Eis gönnten und die jetzt zahlreichen Menschen in der Innenstadt beobachteten. Es herrschte reger Trubel, Kinder und ihre Eltern plantschten im nahegelegen Fluss. Urlaubsstimmung war angesagt. Murphys hat etwas, hier könnte man auch gut und gerne ein Wochenende verbringen. Leider ist der Ort eben auch kein Geheimtipp mehr.

Zu Hause wartete dann unser blaues Häuschen auf uns—frisch aufgehübscht. Carlos, unser Lieblingshandwerker hatte das Tor repariert, das Haus gekärchert, die Decks vorne und hinten neu gestrichen und die Hausfarbe aufgefrischt. Da kommt man doch auch gerne nach Hause.

 

Fasten und Schlemmen

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Wenn man erstmal über 40 ist und sich bei Freunden und Verwandten die Herzinfarkte anfangen zu häufen, kann man auch mal etwas Neues ausprobieren, was seine Ernährung angeht. Das 100% vegane Essen war uns nicht so recht bekommen, obwohl wir seitdem vollständig auf Milch und Butter verzichten. Jetzt stand fasten auf dem Programm—zum ersten Mal in meinem Leben.

Durch Goop Labs auf Netflix hatten wir von einer Diät erfahren, die dem Körper suggeriert, dass er fastet, ohne dass man komplett auf Essen verzichten muss. Man fährt für 5 Tage die Kalorienzufuhr auf 800 Kcal pro Tag herunter und der Körper fängt daraufhin an, seine alten Zellen abzustoßen und sich von Innen zu erneuern. Das ganze heißt Fasting Mimicking Diet (FMD), ist klinisch belegt und wird in diesem Ted-Talk anschaulich erklärt. Wir haben uns für die Luxusvariante entschieden und zwei Pakete Prolon bestellt—für jeweils $240. Darin ist alles enthalten, was man braucht, um eine Woche zu fasten: Nussriegel, Suppen, Kale-Cracker, Oliven und jede Menge Teebeutel. Das Produkt ist eine Ausgründung der Universität in LA, wo viel an der Verlangsamung des Alterns geforscht wird.

Der erste Tag war ziemlich unspektakulär. Der Nussriegel zum Frühstück war einigermaßen lecker und wir kamen damit gut bis zum Mittagessen. Dann gab es Suppe und ein paar Kale-Cracker. Zum (schwarzen, koffeinfreien) Kaffee durften wir uns einen Schokoriegel gönnen und zum Abendessen stand dann wieder Suppe auf dem Programm. Ja, wir hatten etwas Hunger, aber eigentlich war diese FMD ganz gut auszuhalten. Für mich änderte sich das allerdings gegen Ende des zweiten Tages. Ein zermürbender, kaum auszuhaltender Kopfschmerz suchte mich heim—die Rache meines Körpers? Am dritten Tag war der Kopfschmerz weg und der Hunger spürbar. C hatte mich bisher immer mal wieder einen ihrer Kekse abgegeben, aber während der Hunger bei mir eigentlich stabil war, wurde er bei ihr von Tag zu Tag stärker. Ansonsten lief aber alles glatt, obwohl uns die Suppen langsam auf den Senkel gingen. Wie viel Minnestrone kann man eigentlich essen? Am vierten Tag war das Ende dann in Sicht. Unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit war aber auf dem Tiefpunkt. Einfache Kopfrechenaufgaben dauerten Minuten, an Sport war nicht zu denken, von Hochgefühlen keine Spur. Den letzten Tag brachten wir dann routiniert über die Bühne. Zum Glück hatten wir die Diät in eine kurze Arbeitswoche gelegt, so dass unsere geistigen Einschränkungen weitgehend unbemerkt blieben. In diesen 5 Tagen nahm ich 5 kg ab, obwohl das ja gar nicht das Ziel dieser Diät war. Trotzdem, so wenig habe ich nicht mehr gewogen, seit ich 16 war.

Am sechsten Tag belohnten wir uns mit Croissants und Milchkaffee, später einer Portion Nudeln zum Mittag. Unglaublich, wie gut selbst gekochtes Essen schmecken kann! Aber der Kracher folgte am Wochenende darauf: Wir bestellten Essen beim Atelier Crenn, einem Sternerestaurant in San Francisco. Unsere sieben Gänge kamen vorbereitet in Boxen, für zu Hause. Dazu hatten die Köche Videos vorbereitet, die erklärten, wie man die Speisen anzurichten hatte. Wir machten eine Flasche Prosecco auf, genossen den Gruß aus der Küche, Kir Royal, und bereiteten dann die ersten fünf Gänge vor, bevor wir anfingen zu essen. Das Essen war vorzüglich, viel Fisch und Meeresfrüchte, und auch das Ambiente zu Hause konnte gut mit einem feinen Restaurant mithalten. Wir hatten einiges erwartet, waren aber dennoch überrascht wie gut das funktioniert—Takeout vom Sternerestaurant.

Und so haben wir innerhalb von einer Woche erst gefastet und dann geschlemmt. Beides würde ich wieder machen, wobei das Essen vom Restaurant günstiger war als das Prolon-Paket. Aber dafür erneuert letzteres ja den Körper von innen. Es ist wie immer: Die Mischung macht’s!

KO aber glücklich

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Es ist Donnerstagabend und ich sitze in unserem Sprinter. Draußen zwitschern die Vögel, drinnen summt der Kühlschrank leise vor sich her. Wir sind wieder in der Wildnis—endlich. 4 Tage im Tahoe National Forest stehen uns bevor. Wir wollen wandern gehen und haben die Mountainbikes dabei. Heute Abend stehen wir am Bowman Lake, an einem künstlichen, alpinen Stausee. Unser Plätzchen ist traumhaft schön. Wir stehen direkt an einer Klippe mit Blick über beinahe den gesamten See. Die Szenerie erinnert mich etwas an den Comer See, auch wenn der Bowman Lake natürlich viel kleiner ist. Die Fahrt hierher war allerdings ein Abenteuer für sich.

Es galt erst Schotterpisten und dann schweres Gelände mit wahllos verstreuten Felsbrocken zu überwinden—Offroad pur und ohne Allradantrieb kaum zu meistern. Mehrfach begann mein Herz schneller zu schlagen, ganz besonders an einer Stelle. Es ging mit Schmackes bergauf und dann um eine Rechtskurve—rechts der Berg, links der Abgrund. Plötzlich klaffte auf der ohnehin schon bedenklichen Schotterpiste ein großes Loch, das ich nicht umfahren konnte. Irgendjemand hatte versucht, es mit groben Felsbrocken zu füllen. Einladend sah es dennoch nicht aus. Ich hatte nur die Wahl zwischen dem Abgrund und ordentlicher Schräglage beim Durchfahren des Lochs. Ich setzte zurück und nahm Anlauf. Mein Herz klopfte schnell und laut. Augen zu (natürlich nur Sprichwörtlich) und durch: Ich gab Gas und meisterte die Stelle relativ problemlos—Sprinter sei dank. Nach weiteren 40 Minuten Schotterpiste hatten wir dann unser Plätzchen gefunden. Einmal steil bergab, mehrere Felsbrocken umschifft und dann haarscharf zwischen Baum und Felsen vorbei eingeparkt. Hier würden wir erstmal bleiben.

Am nächsten Tag machten wir eine Mountainbiketour bis ans Ende der Schotterpiste. Dabei fiel uns auch, wie voll es am See war. Während unser Plätzchen etwas Abseits war, stapelten sich die Menschen, Autos und Zelte am Ufer. Von Covid-19 und Abstandhalten keine Spur. Dafür gab es ausreichend Motocross-Maschinen, Quads und Rednecks. Warum denn laufen oder mit dem Mountainbike fahren, wenn man auch mit ordentlich Benzin und Tempo durch den Wald heizen kann. Wir hatten ursprünglich vor, mit dem Rad den Stausee zu überqueren und einen Wanderweg zu anderen Bergseen zu erkunden, kamen aber nicht auf die andere Seite des Ufers. Egal, es tat gut, sich endlich mal wieder zu bewegen und auszupumpen. Abends wurde uns dann noch etwas „Hafenkino“ geboten. Eine Gruppe 20-jähriger fuhr mit einem mordsmäßig getunten Jeep Cherokee nicht nur auf unseren Platz vor, sondern direkt auf den Fels neben uns. Ohne mit der Wimper zu zucken, und offensichtlich mit ordentlich Offroad-Erfahrung, lenkte der Typ sein Auto einfach direkt auf den Berg zu und kletterte dann gute 6-8 Meter über den glatten Fels nach oben. Dort angekommen wurde beschlossen, auf der Kuppe ein Zelt zu errichten. Es dauerte aber nicht lange, da wurden den vier Jungs und Mädels klar, dass dort oben ein fieser Wind wehte. Und so wendeten sie auf der Kuppe (!!!), fuhren hinab und zogen von dannen. Bei uns gab es nach dieser Performance Gnocchi mit Spinat-Pesto-Sahnesoße, die wir im Auto essen mussten, da es plötzlich anfing wie aus Eimern zu regnen. Das Thermometer sank ins bodenlose. Als wir während einer kurzen Regenpause Zähne putzten, kondensierte unser Atem. Gut, dass ich am Abend vorher noch die neuen Deckenspots angeschlossen hatte, so konnten wir drinnen noch etwas sitzen und lesen. Die Nacht war dann kalt, trotz langer Schlafanzüge, Mützen und Socken. So kann es gehen in den Bergen.

Nach zwei Tagen am Bowman Lake stand uns der Sinn nach einem Ortswechsel. Wir hangelten uns auf der Schotterpiste zurück und wurden von einem Asiaten kurz vor der Engstelle angehalten. Er habe einen Van wie unseren, ob denn die Straße so schlecht bleiben würde. Wir verneinten, empfahlen aber 4-Wheel-Drive. Nein, habe er nicht, entgegnete der Herr. Egal, ich wollte weg hier, bog um die Kurve und sah an der Engstelle nicht nur seinen alten Ford Van (von wegen einen Van wie unseren), sondern auch ein dutzend Quads aufgereiht stehen. Stau, natürlich an der blödesten Stelle. Dafür hatte jemand das Loch mit Felsbrocken aufgefüllt, so dass es nicht mehr so schlimm aussah. Ich wollte weg hier, gab Gummi und fuhr haarscharf unter dem Staunen der Passanten an den Quads vorbei. Eine gute Stunde später fanden wir ein ruhiges Plätzchen für die Nacht am Lindsay Lake und machten noch eine Wanderung zum Upper Rock Lake. Der Feldweg war nicht besonders schön, aber wenig begangen, so dass wir unsere Ruhe hatten. Das Highlight war ein Plumpsklo, das völlig überraschend an einer Feuerstelle stand. So blieb uns diese Nacht der Spatengang erspart. Diese Nacht war noch kälter als die letzte, da sie Sternenklar war. Wir kauerten uns zusammen und waren froh, dass wir unseren Sprinter so gut isoliert hatten. Draußen war es garantiert nur knapp über 0˚C in der Nacht.

Am Sonntag machten wir noch eine wunderschöne Wanderung zum Penner Lake. Nach 3 Tagen in der Wildnis fühlte ich mich, trotz einmaliger Campingdusche, auch etwas so. Auf dem Parkplatz des Trails war die Hölle los, überall Menschen. Auf dem Trail ging es dann. Wir kletterten an mehreren wunderbaren Bergseen vorbei hinauf zum Penner Lake. Im Gegensatz zu den Vortagen war es heute warm und sonnig. Am Penner Lake wehte allerdings eine stramme Brise, die mich dann doch davon abhielt, baden zu gehen. Schade, denn der See war einladend und wunderbar klar. Dennoch geht irgendwann jeder (Kurz-)Urlaub vorbei. Wir stiegen ab, setzten uns ins Auto und traten die Heimreise an. Nach 3 Tagen Wandern und Mountainbiken gönnten wir uns einen Burger bei In-N-Out.

4 Tage Wildnis, das war einfach toll. Und unser Sprinter hat ebenfalls restlos überzeugt. Obwohl wir den Kühlschrank tagsüber pausenlos in Betrieb hatten und unsere iPhones und meine Apple Watch jede Nacht am Strom hatten, schafften wir es nie, die Batterien auf unter 98% zu entladen. Schon wenige Sonnenstrahlen reichten aus, um sie jeden Morgen wieder voll zu machen. Am besten war allerdings die Abstinenz von Nachrichten und jeglichen Medien. Wir träumten nachts teils wild und hatten offensichtlich jetzt Zeit, endlich mal etwas zu verarbeiten. Zusammen mit dem sportlichen Aktivitäten machte uns das glücklich. KO, aber glücklich.

Soziale Unruhen

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Vor zwei Wochen ist ein Schwarzer durch Polizeigewalt zu Tode gekommen—wieder einmal. Aber dieses Mal ist alles anders. Die Wut und Frustration über Pandemie, Arbeitslosigkeit und die mangelnde Empathie des Präsidenten entlud sich nicht nur in friedlichen Protesten, sondern Plünderungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften. Und wir sind irgendwie mittendrin. In Berkeley war die Lage zwar relativ ruhig, die Auswirkungen der Gewalt waren dennoch überall sichtbar. Mehrere Läden, unter anderem unser Trader Joe’s, waren komplett verrammelt, die Schaufenster durch Sperrholzplatten geschützt. Man richtete sich auf Plünderungen ein, trotz Ausgangssperre. In Oakland und Emeryville sah die Lage dann deutlich düsterer aus. Dort wurden mehrere Geschäfte ausgeräumt und verwüstet—darunter auch zahlreiche Autohäuser. Selbst das Square-Büro in Oakland wurde nicht verschont, wobei ich vermute, dass es bei Glasschäden im Erdgeschoss geblieben ist.

Die Menschen haben die Schnauze voll, vor allem die Schwarzen. Kein Wunder. Wie muss es sich anfühlen, wenn man 2,5 Mal häufiger als Weiße damit rechnen muss, von der Polizei getötet zu werden? Wie muss es sich anfühlen, wenn man Angst um seine Söhne haben muss, wenn sie unterwegs sind—nur wegen ihrer Hautfarbe? Wie muss es sich anfühlen, wenn man mit seinen 7, 8 oder 9-jährigen Kindern Gespräche darüber führen muss, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie mit der Polizei in Berührung kommen, damit sie am Leben bleiben? Sicher, Rassismus ist kein neues Problem—nicht in den USA und auch nicht im Rest der Welt. Aber zu Krisenzeiten, in einer Welt, die polarisiert ist wie nie zuvor, kommen Probleme, die unsere Gesellschafteam liebsten als gelöst abtut, wieder ans Tageslicht.

Für mich als Führungskraft bei Square stellte sich dann schnell die Frage, wie ich persönlich mit der Tötung George Floyds und den Protesten umgehen sollte. Ich schreibe jede Woche eine Top-of-Minds-Email an mein Team. Diese Email geht dann in Kopie an die gesamte Firma. Es ist mir sehr bewusst, dass ich mir als weißer Mann nicht vorstellen kann, was meine schwarzen Kollegen gerade durchmachen. Außerdem bin ich eben als Deutscher sehr anders sozialisiert als meine amerikanischen Kollegen, z.B. was freie Meinungsäußerung angeht. Es ist also allzu leicht sich im Ton zu vergreifen, in einer Email, die an die gesamte Firma geht. Nichts sagen und so tun, als würden meine Gedanken um Lappalien kreisen, während Oakland und San Francisco brennen—das ging aber eben auch nicht. Am Ende nahm ich meinen Mut zusammen, holte mir von unserer Personalabteilung Rat ein und bekannte dann meine Solidarität mit unseren schwarzen Mitbürgern. Es reicht. Die Morde durch die Polizei müssen aufhören. Rassismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.

Dementsprechend waren wir dieses Wochenende dann auch in Berkeley demonstrieren—friedlich. Wir hatten Schilder gebastelt und marschierten mit Tausenden anderer Menschen, schwarz und weiß, asiatisch und indisch, mexikanisch und wer-weiß-was-auch-immer den Martin Luther King Jr Way hinunter. Black Lives Matter, enough is enough. Vielleicht ist es nur Wunschdenken, aber man könnte denken, es tut sich etwas in diesem Land. Nach der Corona-Krise vergeigt Trump jetzt auch seine zweite Herausforderung, indem er es an Führung vermissen lässt und weiter Öl ins Feuer gießt, anstatt das Land zu einen. Mittlerweile wird er von führenden Militärs kritisiert, seine Zustimmungswerte fallen weiter und Biden führt angeblich mit 11% in den Prognosen zur Präsidentschaftswahl. Eigentlich kann Trump jetzt nur noch eine schnelle Erholung der Wirtschaft retten. Dennoch, unterschätzen darf man ihn nicht: Totgesagte leben bekanntlich länger. Die nächsten 5 Monate bis zur Wahl werden spannend und hässlich bleiben.

Wir lenken uns weiterhin mit unserem Sprinterprojekt ab. Letzte Woche haben wir die Teppicharbeiten abgeschlossen, dieses Wochenende haben wir den ersten Teil der Decke eingebaut. Der Van sieht jetzt schon richtig wohnlich und gemütlich aus. Wir sind zufrieden und überrascht, wie gut uns Alles gelungen ist. Aber wir sind auch müde. Die vielen Stunden Arbeit machen sich bemerkbar. Und auch wenn wir schon viel geschafft haben, wir haben immer noch viel Arbeit vor uns. Daher machen wir nächste Woche nochmal ein langes Wochenende und fahren in die Berge. Einzelne National-Forests sind wieder für Camping geöffnet. Zum Glück sind wir mit unserem Van nicht auf Campingplätze angewiesen. Wir werden uns also ein nettes Plätzchen suchen und dann 4 Tage nur wandern, mountainbiken und in der Natur sein. Vielleicht kommen wir so wieder besser klar, mit der Verrücktheit dieser Welt.

Zeit und Muße

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Dieses Wochenende war Memorial-Day-Wochenende, d.h. Der Montag war ein Feiertag. Bei Square haben wir noch einen drauf gelegt und allen Mitarbeitern empfohlen 4 Tage am Stück frei zu machen—als Burnout-Profilaxe. Zuerst habe ich die Aktion noch für etwas übertrieben gehalten, aber je näher das Wochenende rückte, desto klarer wurde mir, dass auch ich längst ein paar freie Tage nötig hatte. Auch wenn die Heimarbeit ganz gut läuft und es uns ansonsten an (fast) nichts fehlt, es braucht einfach Muße und Zeit, um alles zu verarbeiten—das Coronavirus, die Reisebeschränkungen, den Umstand, dass Trump nach wie vor seine Kernwähler hinter sich hat. Und dann kamen noch ein Todesfall im Freundeskreis und ein Herzinfarkt im engeren Familienkreis dazu. Da kommt man mit dem Verarbeiten einfach nicht mehr hinterher. Es ist alles ganz schön krass.

Ich selber habe mich in den letzten Wochen beinahe manisch in die Arbeit gestürzt—nicht einmal so sehr bei Square, sondern an unserem Sprinter. Als wir vor gut 2 Monaten aus Deutschland zurück kamen, hatten wir keinen Esstisch, keinen Kühlschrank und keinen Strom im Van. Die Wände bestanden aus nackten Holzplatten. Seitdem hat sich viel getan: Wir haben unsere ersten Möbelstücke gebaut—den Tisch und einen Schrank—und den Kühlschrank sowie die Truma-Heizung eingebaut. Die Wand entlang der Fahrerseite ist komplett mit Teppich verkleidet. Letzte Woche habe ich unsere neuen Lithium-Batterien installiert und dieses Wochenende habe ich die Solarpanels, den Sicherungskasten und die ersten Verbraucher angeschlossen. Dabei gab es natürlich Höhen und Tiefen, doch ich trieb mich immer weiter voran. Als ich dann das erste Mal den Hauptschalter umgelegte, die Solarzellen dazu schaltete und dann den Kühlschrank, Fan und die USB-Ladebuchsen in Betrieb nahm, war ich nicht nur stolz, sondern auch erschöpft.

Sicher, es war ein unglaubliches Gefühl, zu sehen, wie alles auf Anhieb funktionierte. Monatelang hatte ich die Elektrik geplant und immer wieder überarbeitet. Mit Strom hatte ich es nie so, vor keinem Gewerk (außer dem Gasanschluss) hatte ich einen solchen Respekt wie vor der Elektrik. Zur Feier des Tages tranken wir ein im Sprinter gekühltes Bier, genossen den Luftzug des Fans und rechneten aus, wie lange die Batterien ohne Solar und Lichtmaschine halten würden (ca. 2 Tage, da der Kühlschrank super effizient ist). Und ich war müde. Es fiel alles von mir ab, der ganze Stress der Planung und der Verkabelung. Wieder ein Meilenstein geschafft, aber noch lange nicht fertig. So konnte es nicht weiter gehen. Pace yourself, you’re in it for the long haul!

C war schon lange aufgefallen, dass ich fast obsessiv meine Arbeiten am Sprinter verfolgte und schlug vor, am Montag einen Ausflug zu machen. Also packten wir den Kühlschrank voll, schmierten Brote und fuhren gen Highway 1 mit unserem frisch elektrifizierten Sprinter. Ziel: irgendwo am Ozean Pause machen, aufs Meer schauen und die Seele baumeln lassen. Nur 30 Minuten brauchten wir bis Pacifica, wo wir früher von San Bruno aus öfter surfen waren. Das Virus bringt nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch den Verkehr zum erlahmen. Das ist immerhin mal ein Vorteil. Und dann schlängelten wir uns den Highway 1, eine der Traumstraßen dieser Welt hinunter. Allerdings wurde uns schnell klar, dass (a) wir nicht die Einzigen mit dieser Idee waren und (b) fast alle Parkplätze abgesperrt waren. Die Polizei war vorbereitet und wollte vermeiden, dass sich bei 28ºC die Strände füllen würden. Wie auch alle Anderen fanden wir natürlich auch ein Plätzchen, tranken Eistee und Eiskaffee am Strand und hielten die Füße ins kalte Wasser. Nach 2 Monaten im eigenen Heim gab uns der Blick auf den Ozean das Gefühl von Weite, das uns gefehlt hatte.

Irgendwann atmete ich tief durch und spürte die Entspannung. Und nicht nur das, es wurde mir auch bewusst, wie sehr die Schönheit und Lebensqualität Kaliforniens vom Draußensein abhingen. Wenn man nicht vor die Tür kann, ist es auch (beinahe) egal, wo man wohnt. In Kalifornien leben heißt eben auch das traumhafte Wetter genießen, ans Meer fahren, in den Bergen wandern und in der Wildnis zelten. Das alles hat uns schon sehr gefehlt in den letzten Wochen. Gut, dass wir heute einen kleinen Ausbruch aus dem Covid-19-Alltag geprobt haben. Sobald die ersten State-Parks und Campingplätze aufmachen, werden wir nochmal ein paar Tage frei nehmen und in die Natur fahren. Der Sprinter ist schon mal soweit.

Strom!

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2 Monate Lockdown, nun machen sich auch in Kalifornien erste Lockerungen breit. Von der Rückkehr zum normalen Leben wie in Deutschland kann allerdings keine Rede sein. Sicher, die ersten Geschäfte haben wieder geöffnet, vor den Supermärkten ist allerdings noch Schlangestehen angesagt. Und allgemeine Maskenpflicht gilt natürlich weiterhin. Wir hoffen darauf, dass wir wenigstens bald wieder campen gehen können—wenn nicht in den Nationalparks, dann irgendwo wild, in einem National-Forest.

Um dann bereit zu sein, arbeiten wir fleißig an unserem Sprinter. Und in den letzten Wochen haben wir viel geschafft. Die Kühlschrankbox, an der wir einige Zeit gebastelt haben, ist jetzt eingebaut. Unten drin steht die Truma-Heizung (nochmal danke und herzlichen Gruß an Martina und Bernie nach Frankfurt), darüber steht der Kühlschrank. Es passt alles Millimeter genau—und sieht top aus. Diese Box ist nicht nur das erste Möbelstück, das wir selber angefertigt haben, sie ist einfach ein richtiger Meilenstein. Wir haben so viel Equipment im Haus stehen, dass wir froh sind, wenn wir Teile fest verbauen können. Die Box selber war relativ schnell fertig, aber das Laminieren und Kantenabschneiden mit der Oberfräse hat ewig gedauert. Die Lernkurve war wieder steil, aber mittlerweile komme ich mit der Fräse gut recht. Nach dem ersten Mal geht alles einfacher.

Aber das wäre noch nicht alles. Letzte Woche habe ich unsere Bordbatterien bestellt: 2x 100Ah Battleborn LiFePO4, made in Reno, Nevada. Wir haben uns im Internet schlau gemacht und dann diese Batterien bestellt, da sie gut verarbeitet sind und sogar etwas mehr Kapazität haben als angegeben. Parallel verkabelt sollten es dann ca. 2,5 KWh bei 12V sein. Im Gegensatz zu konventionellen Bleisäurebatterien können die Battleborn-Batterien vollständig entladen werden, ohne Schaden zu nehmen. Das bedeutet gleiche Kapazität bei halben Gewicht (und halber Anzahl der Batterien).

Nachdem ich schon vor Monaten meinen Elektroplan gezeichnet und dann immer wieder verbessert hatte, war ich natürlich ganz scharf darauf, endlich die Batterien anzuschließen. Diesen Samstag war es dann soweit. Kabel und Sicherungen waren bestellt, also konnte es los gehen. Nach einigen Stunden hatte ich dann tatsächlich “Saft” auf unserem System und der Solarcontroller erwachte auch zum Leben. Natürlich gibt es noch einige Sachen nachzuarbeiten und zu verbessern, aber wir haben endlich Strom im Sprinter!

Wenn man mit Lithium-Batterien arbeitet, steht Sicherheit natürlich an erster Stelle. Ich habe die Kabel grundsätzlich eher überdimensioniert und selbstverständlich mit Sicherungen geschützt. Ein Brand im Van ist das Letzte, was ich erleben möchte. Die Batterien habe ich mit einem Spanngurt gesichert, damit sich nicht herumrutschen können. Nur die Batteriepole hatte ich noch nicht gegen Kurzschlüsse abgesichert, z.B. durch herunterfallende Werkzeuge. Im Internet hatte ich ein Video gesehen, in dem ein Typ mit formbaren Plastik selber Polkappen herstellt. Das fand ich super und musste ich auch probieren. Also Material gekauft (Markenname InstaMorph), Granulat in heißes Wasser (66ºC) gekippt, abgewartet, dann die Plastikmasse zu einem Oval geformt und um die Batteriepole und Kabel geformt. Abgekühlt wird das InstaMorph dann richtig fest und schützt die Pole vor Kurzschlüssen. Und ab bekommt man die selbstgeformten Kappen natürlich auch.

Nächste Woche schließen wir dann unser DC-Panel an und nehmen dann den Kühlschrank in Betrieb. Die Batterien werden dann erstmal mit Solarstrom geladen. Später zapfen wir dann noch die Lichtmaschine an, damit sie auch während der Fahrt geladen werden. Tja, und dann brauchen wir schon neue Meilensteine, weil wir dann unsere Ziele bis zum geplanten Sommerurlaub—Wand, Fahrerseite fertig mit Teppich verkleidet, Tisch, Kühlschrank und Solarstrom bereits erreicht haben. Wir sind stolz über unsere Fortschritte und auch froh, dass wir mit dem Ausbau ein Stadium erreicht haben, an dem man die Fortschritte sofort sieht. Nationalparks, wir kommen!