Braucht noch jemand nen Eimer Sojasoße? Es gibt reichlich!

Food truck lunch with the payments team. (at United Nations Plaza)

Am Ende gewinnen wir!

Vielen Dank noch einmal an alle, die an meinem Geburtstag gedacht und sich gemeldet haben! C und ich haben erst unser 10-jähriges Jubiläum (in der Sonne) und dann meinen Geburtstag (im Regen) in unserem gemütlichen Zimmer an der amerikanischen Nordsee gefeiert. Der Dauerregen hat uns dabei ebenso wenig gestört wie der Umstand, dass es keinen Fernseher, keinen Handyempfang und nur sporadisches Internet gab. So fällt Abschalten leicht.

Zurück zu Hause gibt es erstaunlich wenig zu berichten. Nach der kurzen letzten Woche müssen wir, dank Thanksgiving, diese Woche auch wieder nur drei Tage arbeiten. Wenn der Arbeitgeber auch noch so toll ist, über ein paar Feiertage hier und da freut man sich ja immer. Thanksgiving ist hier ja ein riesiger Feiertag, größer als Weihnachten. Ist die Familie auch noch soweit weg, der gemeine Amerikaner reist auf jeden Fall ins Elternhaus, um mit den Angehörigen den ein oder anderen Truthahn (gegrillt), Truthahn (frittiert) oder Truthahn (gebacken) zu verspeisen.

Wir werden Thanksgiving auch im engsten Familienkreis verbringen – mit den Familienangehörigen von Katy und Phil. Die beiden hatten Erbarmen mit uns, denn wo sollen wir schon hin, am wichtigsten Familienfeiertag des Landes? So geht es also am Donnerstag nach Watsonville, es wird auf Teufel komm ‘raus gekocht und gebraten und dann zusammen geschlemmt. Das ein oder andere Familiendrama gibt es bestimmt auch wieder umsonst dazu und am Ende wartet der Hot-Tub. Ist eigentlich wie im Fußball: Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen die Deutschen!

Rein feiern mit diesem traumhaften Geschenk aus Erlangen!

The Getaway

In diesen Tagen haben C und ich allerhand zu feiern. Grund genug einige Tage frei zu nehmen und sich in eine Lodge in Medocino County einzuquartieren. Seit vorgestern Abend bewohnen wir ein Zimmer mit Kamin und Meerblick. Die Küste ist ist noch rauer hier im Norden und überall wächst Kelp. Bei unserem ersten Spaziergang gestern morgen war ich felsenfest davon überzeugt, eine Gruppe Seeotter, auf dem Rücken liegend und fressend, entdeckt zu haben. Aber aus anderer Perspektive stellte sich schnell heraus, dort Kelp schwamm und keine Otter. Die Anlage ist rustikal, aber architektonisch recht interessant – und vor allem wohnen hier nicht so viele Menschen. Wir haben also unsere Ruhe und verbringen die Tage lesend und entspannend.

Auf dem Weg hierher kamen wir am Point Reyes National Seashore und der Tomales Bay vorbei, wo die Natur noch so wild ist, wie man es sich kaum vorstellen kann, 2 Autostunden nördlich von San Francisco. C hatte sich eine Überraschung überlegt und so stiegen wir zum Sonnenuntergang in ein Kayak, um an einer nächtlichen Vollmondtour teilzunehmen. So glitten wir synchron und fast mühelos über spiegelglattes Salzwasser und erfuhren von kalifornischen Adlerrochen und Tigerhaien, die sich in dieser Bucht tummeln. Der Mond war hell und der Ausflug wunderschön und doch wollte C eigentlich aus einem ganz anderen Grund hierher. Im Sommer, an ganz dunklen Tagen, kann man nämlich Biolumineszenz, d.h. lichtemittierende Mikroorganismen, beobachten. Je dunkler es ist, desto mehr sieht man. Unser Tourguide erzählte von meterweit sichtbaren Spuren, die die Boote hinterlassen und von gut sichtbarer Unterwasseraktivität der Fische in seichten Gewässern. Seine Geschichten klangen so unglaubwürdig und faszinierend, dass wir schon angefangen haben Pläne für die nächste nächtliche Kayaktour zu schmieden. Denn so ein Naturschauspiel fast direkt vor der Haustür wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Ab ins lange Wochenende! (at Stinson Beach)

Batkid rettet San Francisco

Miles kämpft schon fast sein ganzes Leben lang gegen Leukämie. Dabei ist er erst fünf Jahre alt. Miles hatte einen größten Wunsch, und der wurde ihm heute von der Make-a-Wish Foundation und der Stadt San Francisco erfüllt: einmal Batman sein und die Stadt retten.

Mit Hilfe von unzähligen Freiwilligen wurde San Francisco heute zu Gotham City. Und Miles, samt Kindersitz in einem Lamborghini unterwegs, rettete eine Frau, die an den Cable Car Schienen gefangen war, schlug den Riddler in einer Bank in die Flucht und wurden letztlich mit dem Schlüssel der Stadt im Rathaus geehrt.

Unglaublich aber wahr, diese Geschichte hat sich heute in San Francisco zugetragen, inklusive Liveübertragung im Fernsehen. Sogar bei Square wurde zum Mitmachen aufgerufen. Ich war nicht dabei und habe offenbar ein riesiges Spektakel verpasst. Die Begeisterung der Amerikaner für Comic-Helden ist ja legendär. Und wenn man schon richtig spinnt, dann doch besser für einen guten Zweck.

Do ads teams still have that much fun today? (at City of San Bruno)

Und ich bin wieder allein, allein

Es ist mal wieder soweit: C sitzt zum vierten Mal dieses Jahr im Flieger nach Deutschland. Endstation Nürnberg und umsteigen in München sind angesagt. Am Flughafen zu wohnen hat ja wirklich (wenige) Vorteile und (viele) Nachteile. Ich kann Euch nur sagen, dass es schon ein sehr, sehr mulmiges Gefühl ist, mit anzusehen, wie die Liebste mit dem Flugzeug in den Wolken verschwindet – und man selber bleibt zurück.

Immerhin muss ich es nur vier Tage lang alleine zu Hause aushalten. Das wird morgen schwerer als unter der Woche, wo ich mich in Arbeit stürzen kann. Heute ist übrigens meine Aktienurkunde für die bisher erworbenen Square-Anteile gekommen. Krass, jetzt bin ich schon Teilhaber zweier Firmen im Silicon Valley. Zurück zum Thema.

Die Maschine nach München startet erst abends, so dass C und ich den heutigen Tag zusammen verbringen konnten. Auf dem Programm stand, fast schon traditionsgemäß, eine Radtour – diesmal nach Purisima. Dort habe ich C richtig den Berg hoch gescheucht, damit sie heute Abend schön müde ist und schlafen kann. Letztes Mal hat das sehr gut funktioniert und auch vor unserem Besuch im April haben wir uns beide müde gefahren. Danach gab es noch einen Kaffee am Strand, wo wir noch etwas Sonne getankt haben. Keine Sorge, der Herbst ist auch in San Francisco angekommen. In unserem Garten sieht es richtig herbstlich aus. Die Blätter sind gelb-rot und liegen überall herum. Zum Glück bedeutet das aber nicht, dass es jetzt andauernd regnet. Heute waren es 22°C und wir sind in T-Shirts Rad gefahren. Der Regen kommt zwar noch, aber wenn es hier regnet, dann heißt das auch, dass es am Lake Tahoe schneit. So kann auch ich mich auf den Winter freuen!

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