Vom Superbowl und San Diego

Gerade ist der Superbowl zu Ende gegangen. Die San Francisco 49ers haben es nicht geschafft, die leicht favorisierten Ravens aus Balitmore zu schlagen. Schade, denn die Begeisterung in der Bay Area war enorm: In den letzten Tagen hat man praktisch nur Menschen in 49ers Outfits gesehen. Das Spiel war unheimlich spannend und interessant. Ich werde wohl noch zum Footballfan. C und ich haben zwar die erste Hälfte verpasst, weil endlich eine erste Mountainbiketour mit ihrem neuen Rad gemacht haben, aber wir wurden in der zweiten Hälfte durch eine tolle Aufholjagd der 9ers belohnt – leider umsonst.

Aber eigentlich wollte ich ja eh von San Diego reden und ein Fazit zum besten geben. San Diego ist eine richtig tolle Stadt! Da habt Ihr es. Wir hatten unheimlich viel Spaß, waren richtig gut essen und haben viel gesehen. Besonders angetan waren wir vom Gas Lamp Quarter, das durch historische Gebäude unter Denkmalschutz, sowie netten Bars und Restaurants glänzte. Von den allseits bekannten und üblen amerikanischen Ketten war weit und breit nichts zu sehen – super! Sehenswert ist auch die historische Old Town, in der man sich in den Wilden Westen am Anfang der Besiedlung Kaliforniens zurückversetzt fühlt. Etwas nördlich von San Diego gibt es kilometerlange Strände und das nette Städtchen La Jolla (gesprochen: la Hoia). Hier wohnen und urlauben die besser Betuchten im Süden Kaliforniens. San Diego besticht außerdem durch mehr Platz als San Francisco und, obwohl die 6. größte Stadt der USA, durch viel weniger Verkehr als in der Bay Area. Allerdings ist San Diego auch sehr viel touristischer: Der Norden erinnert etwas an die Ferienorte Griechenlands. Außerdem ist das Militär omnipräsent. Wer einmal Flugzeugträger und atomgetriebene U-Boote in Natura sehen möchte, ist in San Diego genau richtig. Die Stadt ist der Stützpunkt der amerikanischen Pazifikflotte.

Was hat meisten Spaß gemacht? Wir waren surfen, d.h. Wellenreiten! Obwohl das Wetter sonnig und das Meer mit gerade einmal 15°C auch nicht einladend warm war. Aber was soll ich sagen, mit Neoprenanzug bewaffnet haben wir uns dann doch mit einem Surflehrer in die Fluten geworfen. Und, es ging erstaunlich gut. C und ich haben es beim ersten Versuch aufs Brett geschafft – natürlich nur in der Gischt, denn die richtig großen Wellen (und ja, die gab es) erfordern dann doch mehr Können. Insgesamt waren wir 2 Stunden im Wasser, bevor uns die Füße abgefroren sind. Das Surfen hat so großen Spaß gemacht, dass ich es unbedingt wieder machen möchte und ich glaube kaum, dass ich C dazu überreden muss.

San Diego ist eigentlich so wie man sich Kalifornien vorstellt: Sonne, Strände, Palmen und Surfer. Die Stadt hat wirklich einiges zu bieten und sollte bei keinem Besuch in der Gegend ausgelassen werden!

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