1 – Radtour

Der Frühling ist in Kalifornien eingekehrt. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen zwischen 17°C und 21°C lassen einen vergessen, dass Januar und Februar eigentlich Regen bringen sollten. Stattdessen werden die Jacken eingepackt und die Fahrräder ausgepackt.

C hat seit einigen Wochen ein neues Fahrrad. Und seit letztem Wochenende ist es 100% fahrbereit. Es begann damit, dass wir bei Brilliant Bikes ein Rad bestellt haben. Das Rad war zwar recht günstig, wartet aber mit einem Carbon-Riemenantrieb und einer 3-Gang-Nabenschaltung auf. Vor allem der Riemenantrieb ist der letzte Schrei—komplett wartungs- und fettfrei. Wie hier in den USA üblich, ließ aber die weitere Ausstattung zu wünschen übrig. Daher bestellten und montierten wir Schutzbleche, Gepäckträger und sogar den Ständer selber. Auf unserer letzten Deutschlandreise hatte ich bereits ein ganzes Vorderrad mit Nabendynamo mitgebracht (wer mitdenkt, gewinnt). Der Dynamo alleine hätte uns hier mehr gekostet! Komischerweise sind die Amis noch nicht auf den Trichter gekommen, dass Nabendynamos der Hit sind—effizienter als Felgendynamos und man muss nie die Batterien wechseln. Egal, letztes Wochenende haben wir alles montiert und nun hat C ein richtig schickes, alltagstaugliches Rad.

Und da heute das Wetter so gut war, hat sie gleich mit ihrem neuen Drahtesel einen Ausritt unternommen. Und dabei war sie so glücklich, über die Schaltung, die richtig funktioniert, die Lichtanlage mitsamt Standlicht und den Riemenantrieb, dass ich mich richtig mit ihr gefreut habe und sofort beschloss, dass zum Thema des heutigen Blogeintrags zu machen. Ihr altes Walmart-Rad, das wir vor 4 Jahren für $150 gekauft hatten, hat C kurzerhand an eine italienische Doktorandin für $80 verkauft. So hat die sich eben auch noch gefreut, als sie in Richtung Sonnenuntergang davon geradelt ist.

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