Lokalreport – Palo Alto

Die Sonne scheint über Palo Alto, der Himmel ist strahlend blau. In der University Avenue ist der Bürgersteig frisch gefegt. Die Nagelstudios und Friseure sind mit gut gekleideten Damen gefüllt, man unterhält sich über die Aktivitäten der Kinder während des Spring Break. Zum Glück bietet die Palo Alto School ein breites Unterhaltungsprogramm während der Ferien an, die Osterbastelei läuft auf Hochtouren. In den Cafès der Stadt werden Fair Trade Bohnen aus Venezuela gemahlen, nach Wunsch wird der Kaffee auch mit Soja-, Mandel- oder Haselnussmilch serviert. Die Vögel zwitschern. Auf den Tischen liegen iPhones, iPads und die Wasserbecher sind aus Kunststoff, gewonnen aus Maisstärke. Durch die Straßen fahren Tesla, Prius und deutsche Autos der Oberklasse. Am Ende der University Avenue beginnt die Straße nach Stanford. Hochgewachsene Palmen flankieren den Weg, links davon trainieren Mädchen Fußball, etwas weiter hinten spielen Jungs Lacrosse. Ein Schmetterling flattert über die Wiese. Die Sonne flirrt über dem Hoover Tower, dem höchsten Gebäude der Universität von Stanford. Die Palmenreihen ziehen sich bis zum Horizont. Ob der wohl aus Leinwand besteht?

C

Palm Drive

No Surf

Ich weiß, ich bin überfällig. Und Ihr wollt Bilder sehen. Leider ist unser Surferlebnis wegen zu großer Wellen ausgefallen. Einen Nachholtermin gibt es leider noch nicht. Wir verbringen gerade viel Zeit in Palo Alto und waren in den letzten zwei Wochen nur ein mal am Meer, gestern in der Nähe von Santa Cruz. Dort liegt aus Beton gegossenes Schiffswrack aus den 20ern Jahren. 1919 hat man offenbar im großen Stil damit experimentiert, Schiffe aus Stahlbeton zu fertigen – ziemlich erfolglos. Nachdem die Palo Alto auf Grund gelegt wurde, diente sie einige Jahre als Casino und Restaurant. Jetzt ist sie nur noch ein auseinander gebrochenes Wrack.

SS Palo Alto

Ansonsten haben wir letzte Woche viele nette Leute kennengelernt. Zuerst waren wir bei Lars und Liz in Sunnyvale zum Essen eingeladen. Lars hat lecker Schweinebraten gekocht und uns Anekdoten von der Fliegerei erzählt. Er ist Pilot bei United. Am Wochenende kam dann ein alter Schulkumpel von Phil zu Besuch. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und viel gelacht. Außerdem scheint die Sonne wieder.

Wir haben noch gute zwei Wochen in Kalifornien, bevor es wieder nach Berlin geht. Life is good!

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